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Radon in der Wohnung: Risiko, Messung und Schutz

Was Radon ist, wo in Deutschland hohe Werte vorkommen, welcher Referenzwert gilt, wie du Radon messen kannst und was gegen erhöhte Werte hilft.

Kellergang aus Backstein, Symbolbild für Radon aus dem Untergrund
Foto: 132369 / Pixabay

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev

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Unsere Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast, die du mit Schimmel oder dem Raumklima in Verbindung bringst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringt. Man sieht, riecht und schmeckt es nicht. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ist Radon nach dem Rauchen eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs. Ob deine Wohnung betroffen ist, zeigt nur eine Messung.

Woher Radon kommt

Radon entsteht beim Zerfall von Uran, das in Gestein und Boden vorkommt. Durch Risse im Fundament, Fugen, Kellerböden und Leitungsdurchführungen gelangt es ins Haus. Deshalb sind Keller und Erdgeschoss am stärksten betroffen, in oberen Stockwerken sind die Werte meist niedriger. Wie viel Radon im Boden steckt, unterscheidet sich stark nach Region. Die Bundesländer haben Radonvorsorgegebiete festgelegt, in denen erhöhte Werte häufiger vorkommen. Eine Karte findest du auf der Website des BfS.

Referenzwert und Risiko

Das Strahlenschutzgesetz nennt für Wohn- und Arbeitsräume einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Das ist keine Grenze, unter der Radon unbedenklich ist. Das Risiko steigt mit Höhe und Dauer der Belastung und ist für Raucherinnen und Raucher besonders groß. Das BfS empfiehlt, auch Werte unterhalb des Referenzwerts zu senken, wenn das mit vertretbarem Aufwand möglich ist.

Radon messen

Methode Wie es funktioniert Wofür geeignet
Passiver Detektor kleine Dose, liegt mehrere Monate im Raum, Auswertung im Labor verlässlicher Jahresmittelwert
Elektronisches Messgerät misst laufend, zeigt den Verlauf Trend, Wirkung von Lüften und Abdichtung

Für eine belastbare Aussage nach dem Referenzwert empfiehlt das BfS die Messung über ein Jahr mit passiven Detektoren. Elektronische Geräte ergänzen das gut. Der Airthings Wave Plus* misst neben Radon auch CO2, Luftfeuchte und flüchtige organische Stoffe. Laut Hersteller ist der Radon-Mittelwert erst nach etwa einem Monat aussagekräftig, weil die Werte mit dem Wetter schwanken. Weitere Geräte findest du im Vergleich der CO2-Messgeräte.

Miss in Räumen, in denen du dich lange aufhältst, etwa Schlafzimmer, Wohnzimmer oder ein Arbeitsraum im Keller. Stell das Gerät nicht direkt ans offene Fenster oder an die Heizung.

Was gegen Radon hilft

  1. Lüften: Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Konzentration schnell. Wie es richtig geht, steht im Artikel Richtig lüften.
  2. Abdichten: Risse im Kellerboden, Fugen und Durchführungen für Rohre und Kabel verschließen.
  3. Kellertür schließen: Eine dichte Tür zwischen Keller und Wohnräumen verhindert, dass radonreiche Kellerluft nach oben zieht.
  4. Fachbetrieb: Bei deutlich erhöhten Werten planen Fachleute eine Absaugung unter der Bodenplatte oder eine Lüftungsanlage.

Nach jeder Maßnahme lohnt sich eine erneute Messung, um zu prüfen, ob sie wirkt. Feuchte Keller sind oft auch undicht, Hinweise zum Trocknen findest du im Artikel Keller entfeuchten.

Passende Kaufberatung

Häufige Fragen

Welcher Radonwert ist gefährlich?

Das Strahlenschutzgesetz nennt für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter im Jahresmittel. Eine sichere Schwelle gibt es nicht: Das Lungenkrebsrisiko steigt laut Bundesamt für Strahlenschutz mit der Konzentration an, auch unterhalb des Referenzwerts.

Wie misst man Radon richtig?

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt eine Messung über zwölf Monate mit passiven Detektoren, die du bei anerkannten Stellen bestellst und danach zur Auswertung zurückschickst. Elektronische Messgeräte zeigen zusätzlich, wie sich der Wert über Tage und nach dem Lüften verändert.

Hilft Lüften gegen Radon?

Regelmäßiges Lüften senkt die Radonkonzentration in der Raumluft, oft deutlich. Bei stark erhöhten Werten reicht es allein meist nicht. Dann helfen Abdichtungen am Boden und an Leitungsdurchführungen oder eine Absaugung unter dem Haus, die Fachbetriebe planen.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.