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Richtig lüften: Stoßlüften im Winter und im Sommer

Wie oft und wie lange du lüften solltest, warum Stoßlüften besser ist als gekippte Fenster und wann Lüften die Wohnung feuchter statt trockener macht.

Geöffnetes Fenster mit Zimmerpflanzen in einer Altbaufassade
Foto: hasogr / Pixabay

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · von Adlan Khatsuev

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Beim Stoßlüften öffnest du das Fenster für einige Minuten ganz, statt es lange zu kippen. Die feuchte Raumluft wird schnell gegen frische Luft ausgetauscht, während Wände und Möbel kaum auskühlen. Wie lange das dauert, hängt vor allem von der Außentemperatur ab: Im Winter reichen wenige Minuten, im Sommer braucht es deutlich länger.

Wie lange lüften?

Monate Dauer pro Stoßlüftung
Dezember bis Februar 4 bis 6 Minuten
März und November 8 bis 10 Minuten
April und Oktober 12 bis 15 Minuten
Mai und September 16 bis 20 Minuten
Juni bis August 25 bis 30 Minuten

Das sind Richtwerte. Mit gegenüberliegenden offenen Fenstern, dem sogenannten Querlüften, geht es noch schneller.

Wann lüften?

  • Morgens nach dem Aufstehen, weil sich nachts viel Feuchtigkeit im Schlafzimmer sammelt
  • Direkt nach dem Duschen und Kochen, bei geschlossener Tür zum Rest der Wohnung
  • Über den Tag verteilt zwei- bis viermal in allen bewohnten Räumen
  • Vor dem Schlafengehen im Schlafzimmer

Ein CO2-Messgerät zeigt zuverlässig, wann die Luft verbraucht ist. Ein Hygrometer zeigt, ob die Feuchte nach dem Lüften sinkt. Beides misst zum Beispiel der Technoline WL1030*.

Lüften im Winter

Kalte Luft enthält wenig Wasser. Erwärmt sie sich im Raum, sinkt ihre relative Feuchte stark, und sie kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb wirkt Lüften im Winter besonders gut. Dreh beim Lüften die Heizung herunter und danach wieder auf.

Lüften im Sommer

An warmen, schwülen Tagen enthält die Außenluft oft mehr Wasser als die Raumluft. Lüften macht die Wohnung dann feuchter. Das gilt besonders für kühle Keller: Warme Sommerluft kühlt dort ab, und Wasser schlägt sich an Wänden nieder. Lüfte im Sommer deshalb früh am Morgen oder spät am Abend. Ob Lüften gerade hilft, berechnet der Taupunkt-Rechner aus den Werten drinnen und draußen.

Wenn Lüften allein nicht reicht, hilft ein Luftentfeuchter. Warum zu viel Feuchte zu Schimmel führt, steht im Ratgeber Schimmel in der Wohnung.

Im Keller gelten im Sommer eigene Regeln, mehr dazu im Artikel Keller entfeuchten. Wie du lüftest, wenn Wäsche in der Wohnung trocknet, steht unter Wäsche in der Wohnung trocknen.

Häufige Fragen

Wie oft am Tag sollte man lüften?

In bewohnten Räumen zwei- bis viermal am Tag, dazu direkt nach dem Duschen, Kochen und Aufstehen. Wer tagsüber zuhause ist oder Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte öfter lüften.

Ist Kipplüften schlecht?

Im Winter ja. Ein gekipptes Fenster tauscht die Luft nur langsam aus, kühlt aber die Wand um das Fenster herum stark ab. Dort kann sich dann Feuchtigkeit niederschlagen. Kurzes Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster ist wirksamer und spart Heizenergie.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.