Schimmel in der Wohnung: Ursachen erkennen und vorbeugen
Warum Schimmel an Wänden entsteht, wo er sich zuerst zeigt, wie du die Ursache findest und was Mieter und Eigentümer tun sollten.
KI-BildAktualisiert am 23. Oktober 2026 · von Adlan Khatsuev
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Unsere Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast, die du mit Schimmel oder dem Raumklima in Verbindung bringst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Schimmel wächst dort, wo eine Oberfläche über längere Zeit feucht ist. In Wohnungen liegt das fast immer an zwei Dingen zusammen: zu viel Feuchtigkeit in der Raumluft und Wandstellen, die kälter sind als der Rest des Raums. Wer beides im Blick hat, kann Schimmel meist dauerhaft verhindern.
Wie Schimmel entsteht
Warme Raumluft nimmt viel Wasserdampf auf, etwa beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und durch die Atmung. Trifft diese Luft auf eine kühle Wand, steigt dort die relative Feuchte. Liegt sie an der Oberfläche über mehrere Tage bei etwa 80 % oder mehr, finden viele Schimmelpilze genug Wasser zum Wachsen. Tropfnass muss die Wand dafür nicht sein.
Ab welcher Wandtemperatur das in deiner Wohnung passiert, zeigt der Taupunkt-Rechner.
Wo Schimmel zuerst auftaucht
- Außenecken und die Kante zwischen Außenwand und Decke
- Fensterlaibungen und Rollladenkästen
- Wände hinter Schränken, Sofas und Betten an Außenwänden
- Bad und Schlafzimmer, weil dort viel Feuchte entsteht oder wenig geheizt wird
Diese Stellen sind oft Wärmebrücken, an denen Wärme schneller nach außen abfließt.
Die Ursache finden
- Luftfeuchte messen: Ein Hygrometer zeigt, ob die Luft dauerhaft über 60 % liegt. Miss mehrere Tage, morgens und abends. Geräte mit App wie das Govee H5075* zeichnen den Verlauf automatisch auf.
- Wandtemperatur prüfen: Ein Infrarot-Thermometer zeigt, wie kalt die betroffene Stelle ist. Liegt sie unter der Schimmelgrenze aus dem Rechner, ist die Kombination aus Feuchte und Kälte die Ursache.
- Bauliche Ursachen ausschließen: Feuchte Flecken nach Regen, ein feuchter Sockel oder eine Stelle unter einem Bad können auf eine undichte Stelle oder aufsteigende Feuchte hinweisen. Das muss eine Fachfirma prüfen.
Vorbeugen
- Zwei- bis viermal am Tag stoßlüften, nach dem Duschen und Kochen sofort
- Alle Räume auch im Winter heizen, das Schlafzimmer nicht unter etwa 16 °C fallen lassen
- Möbel einige Zentimeter von Außenwänden abrücken, damit warme Luft dahinter zirkulieren kann
- Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen oder dabei einen Luftentfeuchter laufen lassen
- Die Luftfeuchte im Winter zwischen 40 und 60 % halten, mehr dazu im Ratgeber Luftfeuchtigkeit in der Wohnung
Was bei vorhandenem Schimmel zu tun ist
Kleine Flächen kannst du selbst entfernen, wenn du gesund bist und die Ursache abstellst. Wie das geht und wann eine Fachfirma nötig ist, steht im Ratgeber Schimmel entfernen. In Mietwohnungen gilt: Schimmel fotografieren und der Vermieterin oder dem Vermieter schriftlich melden, bevor du ihn entfernst.
Woran du dunkle Flecken einordnest, erklärt der Artikel Schwarzer Schimmel. Warum Ecken und Laibungen so oft betroffen sind, steht unter Wärmebrücke erkennen, Hinweise fürs Badezimmer im Artikel Schimmel im Bad.
Häufige Fragen
Ist Schimmel in der Wohnung gefährlich?
Schimmelpilze geben Sporen und Stoffwechselprodukte in die Raumluft ab. Das kann Atemwege reizen und Allergien auslösen oder verstärken. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Asthma, Allergien oder geschwächtem Immunsystem sein. Schimmel sollte deshalb immer entfernt und seine Ursache beseitigt werden.
Wer ist bei Schimmel in der Mietwohnung verantwortlich?
Das hängt von der Ursache ab. Bauliche Mängel wie undichte Stellen oder schlecht gedämmte Wände fallen in die Verantwortung der Vermieterin oder des Vermieters, falsches Heizen und Lüften in die der Mieter. Melde Schimmel immer schriftlich und zeitnah, damit die Ursache geklärt werden kann.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.