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Glossar

Begriffe rund um Luftfeuchtigkeit, Lüften, Schimmel und Raumklimageräte kurz erklärt.

Taupunkt
Die Temperatur, bis zu der Luft abkühlen muss, damit ihr Wasserdampf zu Wasser kondensiert. Bei 20 °C und 50 % Luftfeuchte liegt er bei etwa 9 °C. Ist eine Wand oder Scheibe kälter, schlägt sich dort Feuchtigkeit nieder. Berechnen lässt er sich mit dem Taupunkt-Rechner.
Relative Luftfeuchtigkeit
Gibt in Prozent an, wie viel Wasserdampf die Luft im Verhältnis zur höchstmöglichen Menge bei ihrer Temperatur enthält. Kühlt Luft ab, steigt die relative Feuchte, obwohl kein Wasser dazukommt. Für Wohnräume gelten 40 bis 60 % als guter Bereich.
Absolute Luftfeuchtigkeit
Die Menge Wasserdampf in Gramm pro Kubikmeter Luft. Sie entscheidet, ob Lüften die Wohnung trockener macht: Nur wenn draußen weniger Gramm Wasser in der Luft sind als drinnen, senkt Lüften die Feuchte.
Stoßlüften
Fenster für wenige Minuten weit öffnen, statt sie lange zu kippen. Die Luft wird ausgetauscht, Wände und Möbel kühlen dabei kaum aus. Wie lange je nach Jahreszeit, steht im Ratgeber Richtig lüften.
Querlüften
Gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, sodass ein Durchzug entsteht. So wird die Raumluft in kurzer Zeit nahezu vollständig ausgetauscht.
Wärmebrücke
Eine Stelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen abfließt als in der Umgebung, etwa Außenecken, Fensterlaibungen oder Rollladenkästen. Die Oberfläche ist dort kälter, deshalb entsteht Schimmel häufig zuerst an solchen Stellen. Wo sie typisch auftreten, erklärt der Artikel Wärmebrücke erkennen.
Kondensat
Wasser, das sich aus der Luft an einer kalten Oberfläche niederschlägt, sobald diese unter dem Taupunkt liegt. Typisch sind beschlagene Fensterscheiben am Morgen. Mehr dazu im Ratgeber Beschlagene Fenster.
Oberflächenfeuchte
Die relative Luftfeuchtigkeit direkt an einer Wand oder einem Fenster. Weil die Oberfläche kälter ist als die Raumluft, ist sie dort höher als in der Raummitte. Liegt sie über mehrere Tage bei etwa 80 % oder mehr, können viele Schimmelpilze wachsen.
Hygrometer
Ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit, meist kombiniert mit einem Thermometer. Für zuverlässige Werte sollte es nicht direkt am Fenster, an der Heizung oder in der Sonne hängen. Geräte findest du im Shop unter Hygrometer.
CO2-Gehalt
Der Anteil von Kohlendioxid in der Raumluft in ppm (Teile pro Million). Außenluft enthält rund 420 ppm. Werte bis 1.000 ppm gelten nach Einschätzung des Umweltbundesamts als unbedenklich, über 2.000 ppm als inakzeptabel. Der Wert zeigt gut, wann gelüftet werden sollte.
Kompressor-Luftentfeuchter
Kühlt die Luft wie ein Kühlschrank an einem Verdampfer ab, sodass Wasser kondensiert und in einen Tank tropft. Arbeitet in warmen Räumen sparsam, unter etwa 15 °C sinkt die Leistung deutlich.
Adsorptions-Luftentfeuchter
Bindet die Feuchtigkeit mit einem Trockenmittel auf einem Rad, das anschließend beheizt wird. Entfeuchtet auch in kalten Räumen wie Keller oder Garage gut, braucht aber meist mehr Strom und gibt Wärme ab.
Raumentfeuchter
Ein Behälter mit Granulat, meist Calciumchlorid, das Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und sich dabei als Lauge sammelt. Funktioniert ohne Strom, entzieht aber nur wenig Wasser. Den Unterschied zu elektrischen Geräten erklärt der Vergleich Luftentfeuchter oder Raumentfeuchter.
HEPA-Filter
Ein Schwebstofffilter, der feine Partikel wie Pollen, Staub und Schimmelsporen aus der Luft holt. Filter der Klasse H13 halten nach Norm mindestens 99,95 % der Partikel zurück. Verbaut sind sie in den meisten Luftreinigern.
Kühlleistung
Die Wärmemenge, die eine Klimaanlage pro Stunde aus dem Raum abführt, angegeben in Kilowatt oder BTU pro Stunde. 1 kW entspricht etwa 3.412 BTU/h. Wie viel ein Raum braucht, hängt von Größe, Dämmung und Sonneneinstrahlung ab.
Radon
Natürliches radioaktives Gas aus dem Boden, das durch Fundament und Keller ins Haus gelangen kann. Man sieht und riecht es nicht, nur eine Messung zeigt die Belastung. Mehr dazu im Artikel Radon in der Wohnung.
Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³)
Maßeinheit für die Radonkonzentration in der Luft. Das Strahlenschutzgesetz nennt für Aufenthaltsräume einen Referenzwert von 300 Bq/m³ im Jahresmittel.
Schwarzer Schimmel
Sammelbegriff für Schimmelpilze mit dunklen Sporen, etwa der Gattungen Cladosporium oder Alternaria. An der Farbe lässt sich nicht ablesen, wie bedenklich ein Pilz ist. Mehr im Artikel Schwarzer Schimmel.
Aktivchlor
Wirkstoff vieler Schimmelentferner, meist Natriumhypochlorit. Tötet Schimmel ab und bleicht Flecken aus, riecht stark und darf nie mit anderen Reinigern gemischt werden. Die Mittel im Überblick im Vergleich der Schimmelentferner.
Infrarotheizung
Elektrisches Heizpaneel, das seine Wärme als Strahlung abgibt. Es wärmt vor allem Flächen und Menschen, auf die es gerichtet ist. Was der Betrieb kostet, rechnet der Artikel Infrarotheizung: Stromverbrauch.
Ölradiator
Elektroheizgerät, in dem ein Heizstab dauerhaft eingeschlossenes Öl erwärmt. Heizt langsam, aber lautlos und gibt nach dem Abschalten noch Wärme ab. Die Unterschiede zum Heizlüfter stehen im Ratgeber Heizlüfter oder Ölradiator.
Entlüftungsventil
Kleines Ventil oben seitlich am Heizkörper, über das eingeschlossene Luft entweicht. Es wird mit einem Vierkantschlüssel geöffnet. Die Schritte erklärt der Artikel Heizung entlüften.
Raumtemperatur
Lufttemperatur in einem Raum. Das Umweltbundesamt nennt etwa 20 °C für Wohnräume, 18 °C für die Küche und 17 °C für das Schlafzimmer. Richtwerte für jeden Raum im Artikel Optimale Raumtemperatur.
Fenstersauger
Akkugerät mit Abziehlippe und Saugmotor, das Wasser von glatten Flächen in einen Tank saugt. Hilft auch gegen Kondenswasser an Scheiben. Modelle im Vergleich der Fenstersauger.